„Krassikow ist Mitglied des FSB“, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow und erteilte Deutschland damit eine verbale Ohrfeige, die seinesgleichen sucht. Allein dieses öffentliche Bekenntnis verdeutlicht, wie wenig Respekt der Kreml mittlerweile noch vor unserem Land hat. Denn dieses Bekenntnis stellt nicht nur klar, dass Russland ohne Erlaubnis auf dem Territorium anderer Staaten operiert, um eigene Interessen durchzusetzen. Nein, es verdeutlicht, dass der Kreml nichts mehr zu befürchten hat, selbst wenn Geheimdienstoperationen gestanden werden. Dies ist das Resultat einer Außenpolitik, bei der Deutschland als Moralapostel auftritt, auf Kosten des Respekts und der Achtung für unser Land. Eine Außenpolitik, die durch die aktuelle Außenministerin Baerbock zu verantworten ist, eine 43-Jährige Frau, die sich auf den großen Bühnen dieser Welt verhält wie eine 18-Jährige. Nun könnte man ihr einen gewissen jugendlichen Leichtsinn verzeihen, so etwas hält schließlich jung. Jedoch nicht als Repräsentantin einer ganzen Nation. Anstatt souverän und diplomatisch aufzutreten und damit durch respektables und geachtetes Auftreten die Interessen Deutschlands gegenüber anderen Staaten zu vertreten, proklamiert sie ihre eigene Moralpolitik stellvertretend für ganz Deutschland. Dieser Moralpolitik, in dessen Kern mit dem Finger auf die Anderen, die „Bösen“, gezeigt wird, ist es zu verdanken, dass Deutschland geradewegs darauf zusteuert international in die Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.
Mal unabhängig davon, dass Moralpredigten in Konfliktsituationen jeglicher Art nicht zur Lösung beitragen, sollte gerade Frau Baerbock als jüngere unter den Politikern und als Frau es verstehen, wie man sich Respekt und Achtung verschafft. Warum als Frau? Nun, weil wir andere Kulturen nicht ignorieren dürfen. Es gibt nun einmal Kulturen und damit verbundene Staaten, aus dessen Sichtweise Frauen einen geringeren Stellenwert haben als Männer. Vor allem in islamisch geprägten Ländern ist dies der Fall und es wäre fatal, insbesondere im Management internationaler Beziehungen, diese Tatsache zu ignorieren. Dies soll nicht bedeuten, dass wir eine solche Ungleichberechtigung billigen sollten, man kann dies sehr wohl kritisieren. Jedoch ist es die Kunst der Diplomatie, solche Hürden von unterschiedlichen Wertevorstellungen zu überwinden. Wie man dies schafft? Durch ein respektables und achtvolles Auftreten, das den schmalen Grad zwischen Unterwerfung und Überheblichkeit zu überschreiten schafft. Frau Baerbock versteht von alledem leider nichts und übt sich stattdessen in der Moralisierung von Konflikten. Was wir brauchen, das sind Repräsentanten, die wieder Diplomatie in das Zentrum internationalen Handelns stellen. Ein Deutschland, das mit dem Finger auf andere zeigt und sich dadurch von anderen Staaten isoliert, ist ein schwaches Deutschland. Ein Deutschland, das zwischen den Großmächten dieser Welt verhandelt, ein Deutschland, das vermittelt, das ist ein starkes Deutschland. Doch dazu bedarf es dringend eines Umdenkens in der Außenpolitik unseres Landes.